Ressourcen: Forschung

Das Klärwerk der Zukunft – Abwasser als Energiequelle

Abwasser als Energiequelle
© pixabay

Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt POWERSTEP werden auf einer zweitätigen Abschlusskonferenz im Rahmen der IFAT-München am 16. und 17.05.2018 (Saal 5 – ICM) präsentiert

Nach dreijähriger Forschungsarbeit und Praxisuntersuchungen unter der Leitung des Kompetenzzentrums Wasser Berlin stellt das Projekt POWERSTEP gemeinsam mit 15 europäischen Partnern aus Forschung und Industrie seine Ergebnisse vor. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass in häuslichem Abwasser enthaltene Energiepotenziale umfangreicher als bisher mit schon heute verfügbaren Technologien genutzt werden kann. Mit diesen Erkenntnissen können Kläranlagen vom Energievernichter zum Energieproduzenten umgestaltet werden.

In Deutschland wird Abwasser fast flächendeckend in öffentlichen Kläranlagen gereinigt. Für den Betrieb wird Energie in der Größenordnung von zwei Großkraftwerken benötigt. Abwässer enthalten jedoch viel chemische Energie, die umgerechnet einer Leistung von 12 Großkraftwerken entspricht. Um diese Energiequelle richtig nutzen und verwerten zu können, wurden im Projekt POWERSTEP in sechs über Europa verteilten Klärwerken mit Fallstudien verschiedene neue Konzepte der Abwasserreinigung aber auch Energieverwertung untersucht. Die Reinigungsleistung der Klärwerke sollte dabei nicht beeinträchtigt werden.

Der Koordinator des Vorhabens POWERSTEP am Kompetenzzentrum Wasser Berlin, Dr. Christian Loderer, erklärt: „POWERSTEP hat gezeigt, dass eine signifikante Erzeugung von Energie aus Abwasser mit bereits heutige am Markt verfügbaren Technologien keine Vision mehr ist.“

Die Bedeutung der Ergebnisse von Powerstep für Europa wurde kürzlich in einem Fersehinterview mit Dominique Ristori, dem Generaldirektor der Generaldirektion Energie der europäischen Union, besonders gewürdigt.

Am 16. Und 17. Mai 2018 werden alle am Vorhaben POWERSTEP beteiligten Fachleute im Rahmen der IFAT München über ihre Projektresultate berichten.

POWERSTEP Projektvolumen: 5.2 Millionen Euro; 15 Partner; Laufzeit: 2015-2018.

POWERSTEP wird gefördert im Europäischen Programm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ unter dem Förderkennzeichen n°641661.

Weitere Informationen:
Abschlusskonferenz


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