Transforming Cities

Stadt-Lust?

Leben in Städten
Das Magazin Transforming Cities berichtet über Städte im Wandel, über die weltweite Urbanisierung und ihre Auswirkungen

Das urbane Zeitalter hat begonnen, mehr als die Hälfte der Menschheit lebt in Städten. Lassen sich die Herausforderungen in „Smart Cities“ meistern?

Christine Ziegler

Dipl.-Ing. (VDI)
Christine Ziegler
Transforming Cities

Die Sehnsucht nach dem einfachen Landleben liegt dem Anschein nach im Trend. Lektüre, Mode und Lifestyle drehen sich um naturnahe Produkte und dörfliche Idyllen wie zu Großmutters Zeiten. Doch die Lust am Ländlichen bedient meist nur vage Träume von einer vermeintlich besseren Welt. Denn die Wirklichkeit sieht ganz anders aus: Noch nie lebten so viele Menschen in Städten wie heute – und es werden jeden Tag mehr. Das neue crossmediale Fachmagazin Transforming Cities macht die Urbanisierung zum Thema und informiert über aktuelle Entwicklungen aus Technik und Wissenschaft.

Betrachtet man die Entwicklung über einen längeren Zeitraum, zeigt sich das exponentielle Wachstum der Städte in aller Deutlichkeit. Zählten um das Jahr 1900 erst rund zehn Prozent der Menschheit zur Stadtbevölkerung, sind es heute bereits mehr als die Hälfte. Die Vereinten Nationen sehen bis zum Jahr 2050 einen Anstieg auf 75 Prozent voraus. Vor allem die Metropolen in Schwellen- und Entwicklungsländern sind Ziele einer gewaltigen Landflucht. Doch auch in den Industrienationen besitzen Großstädte eine enorme Anziehungskraft, bieten sie doch mehr Chancen auf einen guten Job sowie bessere Lebensbedingungen – mit mehr Qualität und Vielfalt bei Bildung, Gesundheitsversorgung und kulturellen Angeboten.

Städte wirken wie Katalysatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. In lebendigen, bunt gemischten Metropolen kommen kreative, gut ausgebildete Leute zusammen, die sich gegenseitig inspirieren und mit ihrem Talent und Wissen für Innovationen sorgen. Folglich konzentrieren sich Wirtschaftskraft und Wachstum immer mehr auf die städtischen Gebiete. Mittlerweile werden fast zwei Drittel des Bruttoweltprodukts in rund 600 Städten erzeugt.

Lebensbedingungen ändern sich

Die weltweite Urbanisierung verändert die Lebensbedingungen der Menschen, sie bietet Chancen, birgt aber auch Risiken. Mit dem rasanten Bevölkerungszuwachs und der steigenden Produktivität geraten die bestehenden städtischen Strukturen an ihre Grenzen. Über Jahrhunderte gewachsene Ansiedlungen sind den grundlegenden Veränderungen nicht mehr gewachsen. Verkehrsüberlastung der Innenstädte und Staus sind an der Tagesordnung, Autoabgase und Industrie-Emissionen verpesten die Luft. Millionen Menschen in Ballungszentren mit Energie, Wasser und Nahrungsmitteln zu versorgen, gerät zunehmend zur logistischen Herausforderung – kolossale Abfallmengen und Abwasserströme zu behandeln, nicht minder. Die Auswirkungen des Klimawandels und schwindende Ressourcen verschärfen die angespannte Situation außerdem. In den westlichen Ländern sorgt die demografische Entwicklung für eine Überalterung der Gesellschaft.

Auch das soziale Gefüge in den Städten ändert sich dramatisch. Wie überhaupt in der Gesellschaft, nimmt die Polarisierung zwischen armen und reichen Vierteln zu. In den Boom-Towns gibt es auf der einen Seite die trendigen City-Lagen für die erfolgreichen Schichten, in denen Wohnraum immer knapper und teurer wird. Für die Verlierer der Globalisierung andererseits bleiben nur die sozialen Brennpunkte in zerfallenden Quartieren mit hoher Arbeitslosigkeit und geringen Zukunftsperspektiven.

Zukunftsfähige Städte

Die Probleme, mit denen viele Städte bereits jetzt zu kämpfen haben, sind riesengroß. Leere Stadtkassen schränken den Handlungsspielraum ein. Radikale Lösungen, wie etwa der Umbau zur autogerechten Stadt in den Fünfzigerjahren, sind aus heutiger Sicht nicht mehr akzeptabel. Um Städte zukunftsfähig zu machen, gilt es jetzt die Weichen mit großer Sorgfalt richtig zu stellen.

Ein zunehmend diskutierter, erfolgversprechender Ansatz besteht darin, Städte nicht mehr in Zuständigkeitsbereiche einzelner Behörden aufgeteilt sondern im Zusammenhang zu sehen. Sogenannte „Smart Cities“ – intelligente Städte – vereinen nachhaltige Flächennutzung mit umweltfreundlichen Technologien bei der Ver- und Entsorgung, bei Infra- und Suprastruktur, Mobilität und Gebäudemanagement, Gesundheitsversorgung sowie funktionierende soziale Netzwerke. „Intelligente“ Konzepte für zukunftsfähige Städte beziehen Bewohner, Unternehmen und Verwaltung gleichermaßen ein. Flexible, nachjustierbare Planungen entstehen in interdisziplinär aufgestellten Teams.

Für die Wandlung von Städten in „Smart Cities“ sind neue Ideen, Methoden und Technologien gefragt. Das crossmediale Magazin Transforming Cities berichtet in vier Heften pro Jahr (print und ePaper) sowie laufend aktuell auf seiner online-Plattform über innovative Ansätze beim effizienten Umgang mit Energie und Ressourcen, über den Erhalt und Ausbau städtischer Infrastruktur, über neue Formen von Kommunikation und nicht zuletzt über einen lebenswerten Stadtraum. Menschen, die sich beruflich mit der Entwicklung von Städten befassen oder die einfach neugierig auf die Zukunft sind, finden auf Transforming Cities reichlich Information und Anregung.

Lust, die Stadt der Zukunft zu entdecken und mitzugestalten

wünscht Ihnen Christine Ziegler


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