Energie: Projekte

Klimaschutz kann man lernen

CO₂-Bilanz
Studierende analysieren die Daten der Wärmepumpe im Technikum. © HRW

Studierende der Hochschule Ruhr West untersuchten in der Lehrveranstaltung „Corporate Carbon Footprint – ein MeHRWatt-Modul“ die CO₂-Bilanz der Hochschule

Das Projekt leitet sich aus dem aktuellen Klimaschutzplan des Landes NRW ab. Der besagt, dass alle Landesverwaltungen und Hochschulen bis 2030 klimaneutral werden sollen. Die HRW als junge Hochschule möchte diesbezüglich eine Vorreiterrolle in NRW einnehmen. Ziel des Projekts war es, auf Basis einer hochschulspezifischen CO2-Bilanz, bestehende Reduktionspotenziale zu erkennen und sinnvolle Handlungsmaßnahmen für den Klimaschutz abzuleiten.

CO2-Bilanz wird greifbar

„Das Modul hat sich als ein toller Erfolg herausgestellt. Wir sind zu guten Ergebnissen gekommen, mit denen in Zukunft weiter gearbeitet werden kann. Die Entwicklung der Studierenden hat mir nochmal bestätigt, wie viel Potenzial im studentischen Ingenieurbüro MeHRWatt steckt. Das Engagement und das Bewusstsein für CO2-Bilanzen hat sich im Laufe des Projekts deutlich verbesserst“, erläutert Prof. Dr. François Deuber, Modulverantwortlicher und Professor für Naturwissenschaften an der Hochschule Ruhr West.

„Es hat einen Multiplikatoreffekt für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, wenn Hochschulen, wie die HRW, das Bewusstsein für die Notwendigkeit und die Chancen des Klimaschutzes entdecken und transportieren. Die Studierenden erlernen zudem spielerisch, wie unternehmerischer Klimaschutz in der Praxis funktioniert und welche Innovationen er durch Perspektivwechsel bietet. Wir bei KlimAktiv möchten die Wirtschaft und Gesellschaft für die klimafreundlichen Lösungen von Morgen begeistern. Dafür begleiten wir unsere Kunden, Partner, Auftraggeber und die Öffentlichkeit bei ihrem Engagement“, erläutert Dr. Ing. Odette Deuber, Geschäftsführerin der KlimAktiv gGmbH.

„Für uns ist es eine tolle Sache mit jungen Leuten unsere Erfahrungen aus der Praxis zu teilen und bei der Entwicklung von Effizienzmaßnahmen mitwirken zu können“, erklären die Vertreter der Effizienz-Agentur NRW, Christopher Buers und Frederik Pöschel. „Die Arbeit mit den Studierenden hat uns jede Menge Spaß gemacht und ermutigt, dass diese Kooperation der richtige Weg zu mehr Ressourceneffizienz ist.“

„Der Aufwand für die Projektarbeit war sehr hoch. Es ist ein richtiges Arbeitsleben mit festen Zeiten, Abgabefristen und wöchentlichen Briefings simuliert worden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Studierenden aus verschieden Studiengängen ist aber eine tolle Erfahrung, die mich für meinen weiteren Werdegang bereichern wird“, erklärt Marie Borowycz, Studentin der HRW im Studiengang Energie- und Umwelttechnik.

Über die Projektarbeit

Die zweimonatige Projektarbeit von mehreren HRW Studierenden wurde innerhalb der Lehrveranstaltung „Corporate Carbon Footprint, ein MeHRWatt-Modul“ in den Studiengängen Energieinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen-Bau, Energie- und Wassermanagement und Energie- und Umwelttechnik durchgeführt. Das Projekt ist von VertreterInnen aus der Industrie, durch KlimAktiv und der Effizienz-Agentur NRW begleitet worden

Am Anfang wurde eine CO2-Bilanz der beiden Campus in Mülheim und Bottrop ermittelt. Dazu analysierten die beiden Studierendengruppen relevante Emissionsquellen und sammelten Aktivitätsdaten wie die Anzahl und Anfahrtswege der Beschäftigten, Fuhrparkbewegungen, Energieverbräuche und -erzeugung, eingekaufte Waren und anfallender Abfall. Hierauf aufbauend analysierten sie Handlungsmaßnahmen in den ausgewählten Bereichen: Mobilität und Energie.

Das Ergebnis

Bautechnisch ist die Hochschule Ruhr West mit ihren zwei Standorten bereits modern aufgestellt. Einsparpotentiale konnten die Studierenden jedoch insbesondere im Bereich der Mobilität und Energie erkennen. Ein Kompetenz- und Handlungskatalog wurde dementsprechend erstellt, dass eine „Win-Win-Situation“ entsteht, indem geleichzeitig Kosten, Energie und CO2 eingespart werden. Im Bereich Energie sind Einsparpotenziale durch das Verhindern eines Grundrauschens aufgedeckt worden, was einen zu jeder Zeit konstanten Stromverbrauch bedeutet. Des Weiteren liegen Chancen für mehr Klimaschutz in der Mobilitätswende, verbesserte Anreize für öffentliche Verkehrsmittel und die Bildung von Fahrgemeinschaften bieten neben Klimaschutzpotenzialen auch die Stärkung des sozialen Miteinanders.


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