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Umwelttechnik: Preis für Steuerung von Strom-Speichern

ASD Pacadu Großspeicher
Großspeicher aus Pacadu-Modulen. © ASD Automatic Storage Device

Speicherhersteller ASD Automatic Storage Device für innovative Steuerelektronik „Pacadu“ ausgezeichnet

Alle zwei Jahre vergibt das Umweltministerium Baden-Württemberg einen Umwelttechnikpreis für hervorragende Produkte und Verfahren in der Umwelttechnik, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten. Zu den Jurymitgliedern zählen Professoren verschiedener Fraunhofer-Institute sowie Vertreter aus Umwelttechnikunternehmen.

Dieses Jahr ging der Preis an die ASD Automatic Storage Device GmbH mit Sitz in Umkirch bei Freiburg. Das im Mai 2013 von den Ingenieuren Wolfram Walter und Gerd Knoll gegründete Unternehmen stellt intelligente Stromspeicher her, die auf Lithium-Eisen-Phosphat-Batterietechnologie basieren und daher besonders sicher sind.

„Das Speicherkonzept von ASD ist ein technischer Durchbruch, weil es viele der Probleme elektrischer Speicher auf ein Mal löst“, meint Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg und Juryvorsitzender. Die Pacadu-Steuerung erlaubt es, Batteriezellen in Energiespeichern parallel zu schalten. Bei herkömmlichen, in Reihe geschalteten Energiespeichern bestimmt immer die schwächste Zelle über die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer des kompletten Akkublocks. Eine defekte Zelle bedeutet den Ausfall des gesamten Akkublocks, selbst wenn alle anderen Zellen voll funktionsfähig sind. Mit der intelligenten Batteriezellensteuerung Pacadu wird die Leistungsfähigkeit des Speichers durch schwache Zellen nur noch geringfügig beeinflusst und defekte Zellen können ausgetauscht werden – auch gegen eine Zelle mit einer anderen Kapazität, eines anderen Herstellers oder sogar einer anderen Batterietechnologie.

Chance auch für Elektromobilität

„Pacadu könnte auch der Elektromobilität einen ungeahnten Auftrieb geben, denn mit dieser Zellsteuerung ist es möglich, in ein und demselben Energiespeicher Hochstromzellen und Hochkapazitätszellen zu kombinieren. Das ermöglicht sowohl eine bessere Beschleunigung als auch eine höhere Reichweite von Elektroautos als bisher“, erklärt Wolfram Walter, Geschäftsführer von ASD und Erfinder der Pacadu-Technologie. „Pacadu wird die Batterieproduktion, den Speicherbau und auch die Elektromobilität verändern, davon bin ich überzeugt.“

Bereits die zweite Auszeichnung für ASD

Der Umwelttechnikpreis wurde in der Kategorie „Mess-, Steuer- und Regeltechnik“ an ASD vergeben. Das Freiburger Unternehmen erhält damit bereits den zweiten Preis, im Herbst 2013 war ASD für seine innovative Speichertechnik mit dem German Renewables Award ausgezeichnet worden.

ASD Großspeicher mit „Pacadu inside“

ASD baut die Pacadu-Technologie auch in seine eigenen Großspeicher ein. Das Unternehmen hat mehrere Prototypen mit „Pacadu inside“ ein knappes Jahr lang erfolgreich getestet und bereitet nun die Markteinführung vor. Insgesamt 14 Patente hat ASD hierfür angemeldet. Der Wirkungsgrad des Speichers mit Pacadu-Steuerung liegt bei 93 Prozent. Er befindet sich derzeit in der Zertifizierung und wird voraussichtlich im Herbst erhältlich sein.

Jedes Speichermodul, das mit der Pacadu-Technologie ausgestattet ist, hat eine Kapazität von 3,2 kWh und kann in beliebiger Anzahl kombiniert werden. Ein Großspeicher mit einer Kapazität von 3,2 MWh setzt sich beispielsweise aus 1.000 Pacadu-Speichermodulen zusammen. Er ist nur halb so groß wie konventionelle Großspeicher und spart somit erheblich Platz. ASD bietet die Elektronik auch unabhängig von seinen ASD Speichern an.

Weitere Informationen:
www.asd-sonnenspeicher.de


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