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Fassaden-Farbe nutzt Technik des Nebeltrinker-Käfers

Nebeltrinkerkäfer
Der Nebeltrinker-Käfer war Vorbild für die neue, intelligente Farbe „StoColor Dryonic“. © Sto SE & Co. KGaA, Foto: Vladimir Wrangel

Auszeichnung „Die Oberfläche 2015“ des Fraunhofer IPA geht an die Sto SE & Co. KGaA

Mit der Auszeichnung „Die Oberfläche“ prämiert das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA seit 2012 alljährlich innovative Anwendungen und Technologien aus dem Gebiet der Oberflächentechnik. Am 20. Juli hat die Forschungseinrichtung die Gewinner bekanntgegeben. Das Rennen machte die Firma Sto SE & Co. KGaA, die eine intelligente Fassadenfarbe nach dem Vorbild des Nebeltrinker-Käfers entwickelt hat.

Käfer mit Vorbildfunktion

Für die Forscher der Sto SE & Co. KGaA war der Nebeltrinker-Käfer Vorbild für die neue, intelligente bionische Fassadenfarbe „StoColor Dryonic“. Um in der Hitze der Namibwüste an der Westküste Afrikas nicht zu verdursten, klettert der Käfer täglich in der Morgendämmerung auf den Kamm der Sanddünen und macht dort einen Kopfstand. Die Morgenfeuchte kondensiert an seinem Rückenpanzer, und die auf diese Weise gewonnenen Wassertröpfchen rinnen durch die Rillen seines Panzers direkt in sein Maul. Ohne diese gezielte Abführung von Wasser könnte der zwei Zentimeter große Schwarzkäfer in der Trockenwüste nicht überleben, denn dort regnet es im Schnitt nur einmal pro Jahr. Das auf Mikrostrukturen basierende Wirkprinzip des Nebeltrinker-Panzers haben sich die Forscher bei der Entwicklung der neuen bionischen Fassadenfarbe abgeschaut. Die von dem kleinen Insekt inspirierte äußerst wasserabweisende Fassadenfarbe ist zugleich Deutschlands erste CO2-neutrale Fassadenbeschichtung. StoColor Dryonic führt das Regen- und vor allem das Tauwasser aufgrund ihrer mikrostrukturierten Oberfläche gezielt ab und sorgt – ohne bioziden Filmschutz – für eine trockene und saubere Fassade.

Die unabhängige und fachübergreifende Jury des Innovationswettbewerbs setzte sich zusammen aus Dr. Martin Metzner vom Fraunhofer IPA, Dr. Martin Riester vom VDMA Fachverband Oberflächentechnik und Dr. Michael Hilt von der Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke e.V. Sie wählten die Preisträger anhand der Kriterien Innovationssprung, Nachhaltigkeit, Enabler-Qualitäten und industrielle Machbarkeit aus.

Projekt und Umsetzung haben die Jury überzeugt: Die Übertragung eines Konzepts aus der Natur in die Technik ist gelungen, Fassaden bleiben damit trockener, ohne die Umwelt zu schädigen.

Weitere Informationen:
www.sto.de


 

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