Mobilität: Projekte

E-Lastenrad „Sigi“ kostenfrei in München ausleihen

Pilotprojekt City2Share
E-Lastenrad Sigi in München. © Kerstin Stuiber/ Green City e.V.

Pilotprojekt City2Share macht Mobilität in München flexibel, unabhängig und umweltfreundlich

Was macht das Viertel lebenswerter? Mehr Parkplätze oder mehr Grün? Welche Mobilitätsform nutzen Bürgerinnen und Bürger am meisten? Welche Angebote fehlen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt City2Share, in dessen Rahmen in Untersendling und der Isarvorstadt eine neue Art der Mobilität getestet wird. Im Fokus steht dabei die Meinung der Anwohner: Ihre Ideen brachten sie bei einer Quartierswerkstatt und einem anschließenden Online-Dialog ein. Jetzt folgt die erste Reaktion darauf: Ein E-Lastenrad, das ab sofort kostenfrei zur Verfügung steht.

Die Mobilität der Zukunft soll flexibel sein, unabhängig, umweltfreundlich und – teilbar. Wie das künftig funktionieren könnte, testet das Forschungsprojekt City2Share in der Isarvorstadt und in Untersendling. Im Fokus stehen verschiedene Möglichkeiten, die den Verkehr im Viertel für die Zukunft verbessern sollen – und die Wünsche der Anwohnerinnen und Anwohner. Jetzt reagiert die Stadt auf eine Anregung, die sich bei einer Quartierswerkstatt im Oktober 2017 und einem anschließenden Online-Dialog rausgestellt hat: Ab sofort kann das E-Lastenrad Sigi kostenfrei ausgeliehen werden.

Die Ausleihe erfolgt über die Freien Lastenradler – eine Verleih-Plattform, die verschiedene Lastenräder in München verwaltet. Der Online-Kalender unter www.freie-lastenradler.de zeigt in Echtzeit die Verfügbarkeit des City2Share-Lastenrads an. Im nächsten Schritt kann das Rad unkompliziert und schnell gebucht werden. Abholort ist der Fahrradladen Espresso Cycling in der Jean-Paul-Richter-Straße in Sendling. Bei der Online-Buchung wird ein Passwort generiert, gegen das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Espresso Cycling das Lastenrad anschließend rausgeben.

„Das E-Lastenrad, das ab sofort kostenfrei zur Verfügung steht, ist ein schönes Beispiel dafür, wie Ideen zusammen mit den Bürgern erarbeitet und umgesetzt werden können. In einem nächsten Schritt werden wir die Ideen und Vorschläge der BürgerInnen in die Planungen der Platzgestaltung einfließen lassen.“, sagt Merle Breyer, Projektleitung City2Share seitens der Stadt München. Gleichzeitig wird das Angebot an den Mobilitätsstationen an Glockenbach, Goethe- und Zenettiplatz für die Isarvorstadt sowie am Kidlerplatz für Untersendling in 2018 ausgebaut. Genau bedeutet das: Diese Plätze sollen ein breites Angebot an Car- und Bikesharing bündeln und beispielsweise auch E-Ladestationen bereitstellen. Ziel ist es schließlich, alternative Mobilitätsangebote direkt vor der Haustür zu schaffen und dadurch den individuellen Autoverkehr in den Vierteln deutlich zu reduzieren.

Den Projektauftakt bildete ein Mikro-Depot des Logistik-Dienstleisters UPS, das seit Mitte Juli 2017 am Glockenbach als zentrales Zwischenlager dient. Von dort aus verteilen Lieferboten die Pakete mit E-Lastenrädern anstatt mit Lieferwagen. So werden rund 280 Stopps des UPS-Autos täglich vermieden.


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