Infrastruktur: Forschung

Mobilität im Alter

Mobilität im Alter
Die demografische Entwicklung macht es erforderlich, den ÖPNV an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen.

Modernisierungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sollen künftig zur Sicherung des Gesundheits- und Sozialsystems beitragen

DB Regio Bus, der Busbereich des DB-Konzerns, hat mit dem Institut für komplexe Gesundheitsforschung der Hochschule Fresenius eine Kooperation zur Erforschung der „Mobilität im Alter“ abgeschlossen. Die Zusammenarbeit läuft zunächst bis April 2016. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Senioren den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Zukunft besser nutzen können.

Prof. Dr. Christian T. Haas, Forschungsdekan des Fachbereichs Gesundheit & Soziales der Hochschule Fresenius und Direktor des Instituts für komplexe Gesundheitsforschung, sagt dazu: „Mobilität ist ein evolutionäres menschliches Grundbedürfnis. Insbesondere bei älteren Mitbürgern steht sie im engen Zusammengang mit der Fähigkeit, sich möglichst lange selbst versorgen zu können und die Gesundheit zu erhalten. Und dies wiederum ist die Basis für Lebensqualität und Würde im Alter. Daher sind alle Maßnahmen, die die Mobilität sichern und optimieren, für das gesamte Gesundheits- und Sozialsystem von hoher Bedeutung.“

Michael Hahn, Vorstand DB Regio Bus, ergänzt aus Unternehmenssicht: „Die Gesellschaft und damit unsere Fahrgäste werden immer älter. Um sie als Kunden zu halten und ältere Menschen als Fahrgäste zu gewinnen, müssen sich unsere Verkehrsmittel ihren Bedürfnissen anpassen. Dabei hilft die Kooperation.“

Geht es um Mobilität, treffen stets verschiedene technische und infrastrukturelle Voraussetzungen – wie beispielsweise die Einstiegshöhe eines Busses oder die Position und Höhe des Sitzplatzes – auf die physiologisch-motorische und kognitive Leistungsfähigkeit des einzelnen Fahrgastes. Im Rahmen der Kooperation untersuchen DB Regio Bus und Hochschule Fresenius mit unterschiedlichen Analyseverfahren, an welchen Stellen Probleme in der Nutzbarkeit des ÖPNV auftreten und entwickeln auf Grundlage dieser Diagnose adäquate Lösungsmöglichkeiten. „Dabei spielen auch die Einstellungen und Motive der Zielgruppe eine wesentliche Rolle“, so Haas. „Mobilität bedeutet vor allem, dem Menschen Anschlussaktivitäten zu ermöglichen – ganz gleich, ob diese der Grundversorgung dienen oder die Ausübung des Berufes gewährleisten, kultureller oder sportlicher Art sind. Es geht eben nicht nur um die Beförderung von A nach B.“ Trotz Digitalisierung und Fortschritt setze die Erledigung zahlreicher Alltagsaufgaben immer noch die persönliche Präsenz eines Menschen voraus. „Außerdem ist der direkte Kontakt zwischen Menschen ein wichtiges Merkmal unserer Gesellschaft. Der öffentliche Personennahverkehr trägt maßgeblich dazu bei, dass dieser überhaupt zustande kommt.“

Weitere Informationen:
www.hs-fresenius.de


 

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