Transforming Cities

Smart City: DIN und VDE|DKE stellen Normungs-Roadmap 1.1 vor

City
Die Verwirklichung einer Vision Smart City kann zu größerem Wirtschaftswachstum führen, ohne urbane Individualität und technologische Kreativität zu behindern.

Normen und Standards bieten Sicherheit bei Urbanisierungsprozessen. Damit lässt sich die Vision Smart City besser realisieren.

Smart City – die Vielfalt der Definitionen spiegelt zugleich die Vielfalt der Herausforderungen: Für die Einen drückt sich smartness durch autonomes Fahren in einem car-sharing Programm mit app-gesteuertem Parkmanagementsystem aus, für Andere bedeutet es nachhaltige Wasserversorgung. Vor diesem Hintergrund ist fraglich, ob die Informations- und Kommunikationstechnik im Zentrum aller Lösungsansätze steht. „Fest steht, dass bisherige, scheinbar autark voneinander existierende Lebens- und Technologiefelder künftig immer enger miteinander verbunden werden“, erläutert Joachim Lonien, Projektmanager bei DIN. So dienen Multifunktionale Straßenleuchten beispielsweise als WiFi-Stationen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Notrufsäulen oder Umweltmesseinrichtungen für Temperatur, Schadstoffbelastung und Lärm.

Anlässlich der diesjährigen Metropolitan Solutions, die vom 20. bis 22. Mai 2015 in Berlin stattfand, stellten DIN und VDE|DKE die Normungs-Roadmap Smart City 1.1 vor. Sie ist die Fortschreibung der ersten Normungs-Roadmap, die im April 2014 erschienen ist. Die aktuelle Ausgabe gibt einen Überblick über laufende Standardisierungs-Aktivitäten und zwischenzeitliche Ergebnisse. Darüber hinaus erläutert sie das Selbstverständnis und die Vorgehensweisen der Standardisierungsgremien. Als „Rolling-Roadmap“ versteht sie sich daher als Momentaufnahme und gibt zugleich Einblick in internationale Entwicklungen.

Neuland für die Standardisierung

Die Verwirklichung einer Vision Smart City kann zu größerem Wirtschaftswachstum führen, ohne urbane Individualität und technologische Kreativität zu behindern. Diese Überlegung steht im Mittelpunkt einer nicht mehr allein produktgetriebenen Standardisierung, wie sie bei Smart City der Fall ist. So sind nicht nur Technologien standardisierbar, sondern auch Prozesse und Dienstleistungen die unter anderem das Beschaffungswesen unterstützen. Die Technikkonvergenz der Themen Smart Cities und Industrie 4.0 setzt zudem eine stärkere Interaktion voraus, die neue Herausforderungen in der Organisation von Schnittstellen mit sich bringt. „Hier betritt die Standardisierung weltweit Neuland“, so Karsten Hunger, Normungsmanager der DKE. „Nicht nur die traditionellen Normungsorganisationen DIN und DKE sehen sich bei dieser Herausforderung in der Pflicht. Auch auf internationaler Ebene beobachten wir einen Umbruch der vertikalen Themen-Struktur.“

Roadmap als PDF:
www.dke.de/smartcity


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