Transforming Cities

Make our planet great again

Make our planet great again
© pixabay

Projekt zur Wechselwirkung von Klima/Klimawandel und Landnutzung an der Universität Augsburg unter Leitung von Dr. Jed Kaplan

Eine Expertenjury des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) hat Dr. Jed Kaplan als einen von 13 renommierten internationalen Forscherinnen und Forschern ausgewählt, um die deutsche Forschung zum Klimawandel zu stärken. Die Förderung ist Teil des deutsch-französischen Programms „Make Our Planet Great Again“, das beide Regierungen nach dem Pariser Klimaabkommen vereinbart haben. Das Projekt von Dr. Kaplan ist am Institut für Geographie und am Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg angesiedelt.

Der Klimaforscher Dr. Jed Kaplan von der Universität Oxford wird ab September 2018 für die Dauer von vier Jahren in Augsburg forschen und hier eine Arbeitsgruppe aufbauen. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen werden der Frage nachgehen, wie Klima und Klimawandel mit der menschlichen Landnutzung wechselwirken. Das Projekt konzentriert sich auf die wechselfeuchten Tropen in Afrika und Südasien. Denn gerade dort findet eine rapide Veränderung der Landnutzung statt, die durch Entwaldung sowie durch die Ausbreitung landwirtschaftlicher Flächen und zunehmende Verstädterung geprägt ist. Gleichzeitig ist in diesen Regionen durch den globalen Klimawandel mit einer besonders ausgeprägten Zunahme extremer Wetterereignisse wie Dürren und Hitzewellen zu rechnen. Durch die Wechselwirkungen aus Klima- und Landnutzungswandel ist mit großen gesellschaftlichen Auswirkungen zu rechnen, zumal einige der Regionen bereits von Wasser- und Nahrungsmittelmangel betroffen sind. Langfristige Folgen können soziale Instabilität und Migrationsbewegungen sein.

Kaplan, der auch Professorial Fellow des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena und außerordentlicher Professor am Laboratory for Tree-Ring Research der Universität von Arizona ist, und seine Arbeitsgruppe, die neu am Wissenschaftszentrum Umwelt und dem Institut für Geographie angesiedelt wird, werden die Wechselbeziehungen zwischen Landschaft und Klima anhand von neuen und innovativen Feldmethoden und Computersimulationen untersuchen.

Forschungsinitiative für Pariser Klimaabkommen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht die Förderung von Spitzenforschung als zentralen Baustein des Pariser Klimaabkommens: „Die Politik braucht die soliden Fakten der Wissenschaft, um gute Entscheidungen zu treffen, mit denen der Klimawandel begrenzt und seine negativen Folgen beherrscht werden können. Für uns sind wissenschaftliche Erkenntnisse die Grundlage des Handelns. Deutschland und Frankreich sind sich einig, dass wir für international ausgezeichnete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beste Forschungschancen bieten wollen.“

Die vom DAAD geförderten Forscherinnen und Forscher bauen in den kommenden Monaten an der jeweiligen Universität oder an außeruniversitären Forschungseinrichtung ihre eigene Forschungsgruppe auf. Darüber hinaus sind mit den in Frankreich ausgewählten Forscherinnen und Forschern regelmäßige Treffen und Konferenzen geplant. Dadurch wird gleichzeitig die deutsch-französische Forschungskooperation ausgebaut. Das Programm ist auf insgesamt fünf Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 15 Millionen Euro finanziert.


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