Stadtraum

Ruß reduzieren, Gesundheit und Klima schützen

Ruß und seinen Auswirkungen auf Gesundheit, Klima und Entwicklung
Wissenschaftlerinnen des IASS messen die Feinstaubkonzentration in der Luft. © IASS/Rolf Schulten

Aktueller Forschungsstand zu Ruß und seinen Auswirkungen auf Gesundheit, Klima und Entwicklung

Am 15. Mai präsentiert der Direktor des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS), Mark Lawrence, den aktuellen Forschungsstand zu Ruß und seinen Auswirkungen auf Gesundheit, Klima und Entwicklung in einem kurzen Impulsvortrag beim Vorbereitungstreffen für die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn.

Feinstaub belastet die Gesundheit: Wer ihn einatmet, riskiert Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. Zur Luftbelastung trägt unter anderem schwarzer Ruß aus Dieselmotoren, Industrieschornsteinen und Heizöfen bei. Die feinen Partikel aus Kohlenstoff in der Luft bedrohen nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Klima. Denn der schwarze Staub kurbelt die globale Erderwärmung an. Wenn sich Rußpartikel auf Schnee und Eis absetzen, senkt das die Fähigkeit der Erde, Sonnenlicht ins All zu reflektieren – das Eis schmilzt schneller und die Temperatur steigt.

Umgekehrt heißt das: Wer Ruß bekämpft, kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und Gesundheit wie Klima schützen. Die Belastung durch Ruß rückt deshalb immer stärker ins Rampenlicht: Wie können Politik und Forschung die Reduktion von Ruß effektiv vorantreiben?

Beim Vorbereitungstreffen für die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn präsentiert IASS-Direktor und Klimawissenschaftler Mark Lawrence den aktuellen Forschungsstand zu Ruß und seinen Auswirkungen auf Gesundheit, Klima und Entwicklung in einem kurzen Impulsvortrag. Der Vortrag live auf YouTube:

Climate and development benefits of black carbon mitigation
Sprache: Englisch
Datum und Uhrzeit: 15.05.2017 15:00

 Livestream des UNFCCC Climate Change Studio

Ausführlicher Hintergrund zum Thema und Politik-Empfehlungen für die nächsten Schritte bei der Verringerung der Rußemissionen stehen auch im neuen Policy Brief, den das IASS gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe erstellt hat:

Black Carbon in Europe – Targeting an Air Pollutant and Climate Forcer
von Erika von Schneidemesser (IASS), Kathleen A. Mar (IASS), and Dorothee Saar

Mehr über die Zusammenhänge zwischen Treibhausgasen, Klimawandel und Luftqualität lässt sich im Themen-Dossier Luftverschmutzung und Klimawandel nachlesen.

Weitere Informationen:
www.iass-potsdam.de


Das von den Forschungsministerien des Bundes und des Landes Brandenburg geförderte Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) hat das Ziel, Entwicklungspfade für die globale Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft aufzuzeigen. Das IASS folgt einem transdisziplinären, dialogorientierten Ansatz zur gemeinsamen Entwicklung des Problemverständnisses und von Lösungsoptionen in Kooperation zwischen den Wissenschaften, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein starkes nationales und internationales Partnernetzwerk unterstützt die Arbeit des Instituts. Zentrale Forschungsthemen sind u.a. die Energiewende, aufkommende Technologien, Klimawandel, Luftqualität, systemische Risiken, Governance und Partizipation sowie Kulturen der Transformation.