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Strategien für die Gestaltung intelligenter Städte

Strategien für die Gestaltung intelligenter Städte
Repklikation von Smart Cities-Konzepten. © Han Vandevyvere

Strategien für die Replikation von Smart Cities-Konzepten zur Gestaltung intelligenter Städte

Replikation und Wissenstransfer sind Kernelemente, die die Europäische Union für die Förderung der umfassenden Entwicklungskonzepte der Smart Cities vorgibt: Intelligente und nachhaltige Lösungen, die sich in ausgewählten Leuchtturmstädten als erfolgreich erwiesen haben, sollen ihre Nachahmung in den sogenannten Follower Cities finden. Dafür wird ein auf die lokalen Bedürfnisse der Städte zugeschnittener Replikationsplan erstellt.

Soweit die Theorie. Aber weshalb ist die Replikation intelligenter Energie-, Mobilitäts- sowie IKT-Lösungen in der Praxis oftmals kompliziert? Wie können diese Hürden erfolgreich überwunden werden? Und wie lauten konkrete politische Handlungsempfehlungen?

Han Vandevyvere von der flämischen Forschungsorganisation VITO und weitere Projektpartner des Smart Cities Information Systems (SCIS) wie die Steinbeis 2i GmbH und Tecnalia aus Spanien gehen diesen Fragen in einer Politikfeldanalyse nach. Die Ergebnisse wurden in der Broschüre „Why may replication (not) be happening. Recommendations on EU R&I and regulatory policies” im Auftrag der der Europäischen Kommission, Generaldirektion Energie veröffentlicht.

SCIS ist eine Begleitmaßnahme der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission und bringt Projektentwickler, Städte, Institutionen, Industrie und Experten aus ganz Europa zusammen, um Erfahrungen, Wissen und Daten auszutauschen, bei der Schaffung intelligenter Städte und einer energieeffizienten städtischen Umwelt zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen. Die Maßnahme wird von VITO, Tecnalia, der Steinbeis 2i GmbH und drei weiteren Partnern betreut.

Sanierungsgebiet Linero in Schweden,
Bestandteil des CITyFiED Projekts. © CITyFiED

Eine integrierte und systemische Strategie für die Gestaltung intelligenter Städte

Ein weiteres Projekt der Steinbeis 2i GmbH beschäftigt sich ebenso mit Replikationsmaßnahmen und -Strategien. Im EU-Projekt CITyFiED wurde eine integrierte und systemische Strategie für die Gestaltung intelligenter Städte entwickelt. Zentrales Ziel war es, den Energiebedarf und die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig den Anteil an erneuerbaren Energien zu erhöhen. Profitieren sollen Energieversorger und KMU sowie die Bürger und die Gesellschaft.

Im Projektzeitraum von fünf Jahren wurden 190.000 m2 in 2.067 Wohngebäuden in den Demonstrationsgebieten Duero-Valladolid (Spanien), Soma (Türkei) und Lund (Schweden) saniert. Über 4.500 Bewohner wurden in die Maßnahmen einbezogen. Auf diese Weise wurde der Energieverbrauch um 35 % reduziert und der Anteil an erneuerbaren Energien um 61% erhöht. Innovative Lösungen für Kühlen und Heizen, darunter Fernwärmetechnologien und die Integration verteilter Stromerzeugung kamen zum Einsatz.

Um andere Städte zur Nachahmung anzuregen, wurden ein Cluster und eine Interessensgemeinschaft, bestehend aus 55 Städten ins Leben gerufen, die nun von den Ergebnissen profitieren.

Zu Projektende steht eine breite Palette an Informationen zur Verfügung: ein Best Practice Buch mit Empfehlungen an Interessensvertreter, Wissenschaftler und an die breite Öffentlichkeit; Videos und Informationspakte sowie der von der Steinbeis 2i GmbH publizierte CITyFiED Innovation Management Guide, eine Methode für Planung, Markteinführung und Nachahmung von energieeffizienter Sanierung 

https://smartcities-infosystem.eu/library/publications |
www.cityfied.eu |
www.steinbeis-europa.de/files/cityfied_innovation_management_guide_e-book.pdf

Kontakt:
Steinbeis 2i GmbH und Steinbeis-Europa-Zentrum
Gabi Kaiser, kaiser@steinbeis-europa.de, und Dr. Dilay Kesten Erhart, kesten-erhart@steinbeis-europa.de.


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