Stadtraum

Kann die Gestaltung von Städten die Gesundheit ihrer Bewohner fördern?

Gesundheit in Städten
Allerød, Dänemark. Visualisierung: Omega Render, Sweco Architects.

Mit der Zunahme der urbanen Bevölkerung und der Bevölkerungsdichte ist es wichtig, dass Städte grüner und der Gesundheit förderlicher werden

Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit im Allgemeinen sowie auf die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und kommunizieren. Sie hat uns bewusst gemacht, wie wichtig es ist, Städte so zu planen, dass sie die Gesundheit und das Wohlbefinden der darin lebenden Menschen fördern. Im Durchschnitt verbringen wir nur 10 % unserer Zeit im Freien – wenn Sie also 80 Jahre alt sind, werden Sie daher 72 Jahre Ihres Lebens in geschlossenen Räumen verbracht haben.

Es besteht ein komplexer Zusammenhang zwischen der Umwelt, unseren Gesellschaftssystemen und unserer körperlichen und geistigen Gesundheit. Eine grüne, attraktive Stadt, die zu mehr Bewegung einlädt, und gesundheitsfördernde Gebäude, bei denen Innen- und Außenbereiche eng miteinander verbunden sind, spielen eine entscheidende Rolle für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden.

Grünflächen und natürliches Licht für mehr Wohlbefinden

Im neuen Urban Insight Artikel haben Swecos Architekt*innen und Ingenieur*innen gemeinsam eine Strategie erarbeitet, die auf drei Komponenten basiert: einer grünen Stadt, gesundheitsfördernden Gebäuden und gut informierten Menschen.

„Studien zeigen, dass Menschen, die während der Pandemie regelmäßig auf Grünflächen blicken konnten, emotional positiver gestimmt waren und weniger Anzeichen von Angst und Depressionen zeigten als Menschen ohne solch einen Ausblick. Das macht deutlich, wie wichtig es ist, Städte mit vielen qualitativ hochwertigen Grünflächen zu gestalten“, sagt Camilla Julie Hvid, Ingenieurin und Landschaftsarchitektin bei Sweco in Dänemark.

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist die enge Beziehung zwischen Außen- und Innenbereichen. Die Covid-19-Pandemie hat auch die Wichtigkeit der Innenräume deutlich gemacht. „Wir verbringen 90 % unserer Zeit drinnen. Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen unserer Gesundheit und dem Innendesign und Raumklima der Gebäude, in denen wir leben und arbeiten. Beispielsweise schlafen Menschen, die in einem Büro mit viel natürlichem Licht arbeiten, während der Arbeitswoche im Durchschnitt 46 Minuten länger pro Nacht als diejenigen, die nur künstlichem Licht ausgesetzt sind“, sagt Daniel Hojniak, Senior Berater für Nachhaltigkeit und Gesundheit bei Sweco in Polen.

Aktive Bewegungsförderung

Zu guter Letzt sollten unsere Städte und Gebäude die Menschen in Zukunft dazu inspirieren, das gesündeste Fortbewegungsmittel zu wählen. Um dies zu erreichen, müssen Architekt*innen und Ingenieur*innen öffentliche Räume als ein komplexes Netzwerk mit verbindenden Orten gestalten, die Interaktion und Aktivität bieten.

Den vollständigen Artikel in englischer Sprache finden Sie hier, eine deutsche Kurzfassung hier.


Lese-Tipp:
Institut für Urban Public Health: Wie Stadtplanung Gesundheit beeinflusst